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So who´s that girl there
Vollbelastung

So! Es ist vollbracht. Am Freitag gegen ca. 10:15 Uhr was es endlich so weit: tequiero hat seine ersten Schritte ohne Krücken oder sonstige Hilfe gemacht. Der Schweiß floß in Strömen und die Angst stand mir ins Gesicht geschrieben. Aber ich hab es durchgezogen und es ist nichts passiert. Puuuhhh.... War ich erleichtert. Keine Schmerzen, es fühlte sich ganze leicht aber noch sehr wackelig an, wie als wenn die Fußgelenke aus Pudding wären....
Am WE hab ich fleißig geübt und laufe jetzt in der Wohnung häufig ohne Krücken. Noch kostet zwar jeder Schritt ein wenig Überwindung, aber es wird stetig besser. Noch ein paar Tage und ich kann wieder Schwimmen gehen, oder ins Fitness-Studio.
Der menschliche Körper ist schon ein Wunderwerk, wenn man bedenkt wie das Bein und der Fuß am 07.05. nach dem Sturz aussahen...
3.7.06 11:52


Er ist doch nur Orthopäde

Heute hatte ich mal wieder einen Kontrollbesuch beim Orthopäden. Das diese Spezies der Ärzte als die Härtesten gelten ist wohl allseits bekannt, denn wer arbeitet schon mit Akku-Bohrer, Schraubenzieher und Säge im OP?
Hier ein paar Auszüge vom Arzt-Gespräch (A=Arzt, t=tequiero):

A: "Herr M., warum haben sie eigentlich ein Pflaster auf der Wunde?"
t: "Weil sie mir beim letzten Mal 20 sterile Pflaster augeschrieben haben und so die Wunde besser verheilt."
A: "Na gut, wenn sie sich mit Pflaster besser fühlen, aber sie brauchen ab jetzt keins mehr."

[...]

t: "Darf ich jetzt wieder Schwimmen gehen?"
(durch das Fenster hört man den Donner eines Gewitters)
A: "Herr M., bei Gewitter sollten sie besser nicht schwimmen gehen."

[...]

A: "Was ist denn das?" (zeigt dabei auf die eine Krücke die ich mit dabei hatte)
t: "Meine Krücke! Ich brauch doch jetzt nur noch eine!" (mit stolz geschwollener Brust)
A: "Eine Krücke ist aber nicht gut für den Gang. Und außerdem sieht der Gang mit einer Krücke so krank aus. So krank sind so doch gar nicht mehr."

[...]

A: "So dass war dann in letzter Besuch dieses Jahr bei uns. Sie brauchen nicht mehr zu Kontroll-Terminen zu kommen. Ok, damit verdienen wir zwar unser Geld [A grinst], aber es bringt ihnen ja doch nichts. Wenn sie Probleme haben, kommen sie einfach vorbei."

PS: Von diesem Orthopäden stammen auch: (zur Arzthelferin) "Seine Fragen hören ja nie auf.", oder "Wenn ihre Physiotherapeutin Recht hätte, dann hätten wir viele Bänderrisse."
5.7.06 22:02


Wieder daheim in Dortmund

Nach exakt 60 Tagen bin ich wieder daheim in meiner "Wohnung" in Dortmund. Aufgrund des Beinbruchs bin ich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ja wieder zu meinen Eltern nach Herne gezogen und hab dort die letzten 60 Tage in deren Gästezimmer gewohnt.
Der "Wiedereinzug" bei den Eltern war natürlich eine gehörige Umstellung: feste Essenszeiten, vollständige Überwachung (24/7, vor allem wenn man alleine nicht das Haus verlassen kann), Regeln en masse etc. Also all die Gründe, weswegen man irgendwann mal ausgezogen ist.
Ok, fairer Weise muss ich zugeben, dass das Leben bei den Eltern auch einige Vorteile hat: mind. 1x täglich was warmes zu Essen (meist selbstgekocht), Wäsche wird gewaschen, alles notwendige ist automatisch vorhanden weil jemand regelmäßig einkaufen geht, wenn man ein gebrochenes Bein hat, kann man einfach mal laut "Kann mir jemand noch eine Flasche Wasser bringen?" rufen (und kurz darauf steht vielleicht die Mutter mit einer Flasche Wasser in der Hand in der Tür und fragt, ob sie sonst noch was tun kann ) ....
Nüchtern betrachtet ist das Leben bei den Eltern also besser, aber was tut man nicht alles für dieses Gefühl der Freiheit: rund um die Uhr alles selbst entscheiden zu können!
7.7.06 17:57


Alles hat ein Ende...

Das ich wieder in Dortmund wohne, hab ich bereits beim letzten Mal erwähnt. Heute musste ich aber noch einmal in das unten abgebildete Krankenhaus in Herne, um die letzte Einheit Physiotherapie dort mitzunehmen.




Hätte nicht gedacht, dass dieser "Abschied" mich so traurig stimmt, aber die Physiotherapeutin dort war wirklich nett. Die Stunden bei ihr hatten immer Spaß gemacht und ich hab mich fast immer drauf gefreut, obwohl die Übungen häufig bis an die Schmerzgrenze gingen. Die halbe Stunde ging immer wie im Fluge vorüber. Irgendwie schade, dass das jetzt vorbei ist. Das nächste Rezept werde ich des Weges wegen in Dortmund einlösen.
(Ich glaube sie war auch ein wenig traurig drüber...)

Ach ja, als ich Sonntag bei meinen Eltern nach nur einem Tag alleine in Dortmund wieder zum Grillen zu Besuch war, hab ich meiner Mutter als Dankeschön einen Blumenstrauß geschenkt:





Sie war riesig überrascht und hat sich tierisch gefreut. Aber den hatte sie sich für die Mühe die sie sich gemacht hatte, auch verdient. Jetzt lachen sie jeden Morgen die Sonneblumen an und bedanken sich in meinem Namen für die 60 Tage Pflegearbeit.
11.7.06 22:58


Wieder Düsseldorf

Mann, oh, Mann wie ich mich im Moment hasse. Da hab ich vor ca. 2 Monaten im Krankenhaus nen Anruf von meinem Abteilungsleiter bekommen, ob ich Mitte Juli nicht wieder für 2,5 Wochen in Düsseldorf arbeiten könnte. Ich hab zwar nicht direkt zugesagt, aber da der Chefarzt meinte, dass ich in 8-10 Wochen wieder normal laufen könnte, hab ich einfach mal provisorisch zu gesagt.
So jetzt ist Mitte Juli und kommenden Montag beginnt der Einsatz für 13 Tage. Jetzt hab ich gerade den einen Arbeitskollegen aus meiner Firma angerufen, der auch bei dem Mobilfunknetzbetreiber in Düsseldorf arbeitet, und der meinte er ist die nächsten 2,5 Wochen im Urlaub. Ja, ich glaube es hakt? Da soll ich jetzt also alleine für unsere Firma in Düsseldorf arbeiten, wo ich mich im Moment noch alles anderen als topfit fühle. Bin über jeden Tag froh, den ich so über die Runden bekomme. Und jetzt das!
Na dann gute Nacht..

PS: Und ich weiß noch nicht einmal was ich dort tun soll, geschweige denn ob ich das auch kann...
14.7.06 12:06


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